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TREFFPUNKT
Elvira Bach, Tom Fleischhauer, Stefan Hoenerloh, Stefan Plenkers, Cornelia Schleime, Kaya Theiss, Ben Willikens
10. Juli bis 30. August 2008
Die seit der documenta 7, 1982, den „Jungen Wilden“ zugeordnete Malerin Elvira Bach ist ihrem Motiv, dem Ewig-Weiblichen, treu geblieben.
Bachs Frauendarstellungen sind selbstbewusste We-sen, „Weibsbilder“, wenn man so will. Sie stehen mitten im Leben. Ob Alter Ego der Künstlerin oder Prototyp der
heutigen Frau, sie alle sind eingehüllt von einer sinnlichen Farbenwelt.
Tom Fleischhauers blaue Landschaften werden zu bewegten Strukturgebilden, die trotz ihrer Monochromie die Betrachteraugen herausfordern. Fleischhauer, geboren 1954 in
Dommershausen (bei Koblenz), studierte Architektur in München und Aachen. Nach einer Studienreise durch die USA und Lateinamerika nahm er 1982 ein Studium an der Hochschule
für Künste in Berlin bei Dieter Appelt auf, das er 1986 beendete. Zahlreiche Ausstellungen und Messeteilnahmen im In- und Ausland folgten seitdem.
Stefan Hoenerlohs monumental erscheinende, menschenleere Phantasie-Architektur verweist in ihrer Morbidität auf die Vergänglichkeit. Das malerische
Festhalten sich auflösender Fassaden versteht sich als Aussage gegen den Modernisierungswahn unserer Zeit. Hoenerloh wurde 1960 in Karlsruhe geboren, er lebt und arbeitet in Berlin.
Der 1945 geborene Stefan Plenkers studierte 1967–72 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Sein Interesse an der alten chinesischen Kalligraphie
führte ihn auf Reisen nach China. Durch dortige Beobachtungen entwickelte er in seinen Arbeiten ein bildnerisches System von Chiffren, die er in einen Farbraum-Kontext einbindet. Eine
Gratwanderung zwischen Assoziations-möglichkeiten und reiner Bildsprache.
Cornelia Schleime ist seit dem Jahr 2000 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden. 2003 erhielt sie den Gabriele-Münter-Preis und 2004
den Fred-Thieler-Preis. Schleimes prozesshafte Malerei hat sich immer wieder gewandelt, die eigene Biografie und ihre Umwelt seit ihren DDR-Tagen verarbeitend, hinterfragt sie mit Ironie
und Verfremdung Inhalte und übt Gesellschaftskritik.
Die 1959 in Washington geborene Kaya Theiss ist vor allem mit ihren hintergründigen Bildern von Schafen, Torten und Porträts bekannt geworden. Inspiriert
durch eine Faszination aus Kindertagen für Bollenhüte, widmet sie sich in ihren neuen Bildern den Schwarzwaldtrachten. Schwerpunkte bilden Schäppel und Bollenhüte
aus dem Gutachtal. Theiss studierte Malerei in St. Petersburg und Riga. Ein Gaststudium führte sie an die Hochschule für Künste, Bremen und an die Villa Massimo in Rom.
Räume aus Licht und Leere „baut“ der 1939 in Leipzig geborene Maler Ben Willikens. Konstruktivistische Raumvisionen öffnen sich zu menschenleeren
Architekturbühnen in sachlich-kühler Atmosphäre mit farbigen Elementen. Willlikens studierte Malerei an der Staatlichen Aka-demie der Künste in Stuttgart.
1982 übernahm er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, wechselte 1991 er an die Akademie der Bildenden Künste in München,
die er von 1999 bis 2004 als Rektor leitete. Willikens erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Villa-Romana-Preis, Florenz, den Villa-Massimo-Preis, Rom, den Hans-Molfenter-Preis, Stuttgart.
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TREFFPUNKT
Dauer der Ausstellung:
10. Juli bis 30. August 2008
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