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Werke aus Privatsammlungen
als Gast:
Günter Schulz-Ihlefeldt (1912-1966)

Ohne Titel, 50er Jahre, Öl auf Holzplatte, 59 x 59 cm
Im Sommer präsentiert das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath eine wechselnde Auswahl von Werken aus privaten Sammlungen. Das früheste Werk aus den 20er Jahren stammt von Walter Gramatté, dem früh verstorbenen Expressionisten. Außerdem werden Karl Schmidt-Rottluff und Rudolf Levy in dieser Ausstellung vertreten sein. Bekannte Namen des späteren 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts wie HAP Grieshaber, Elvira Bach, Stefan Szczesny, Cornelia Schleime ergänzen diese Schau.
Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist dem Werk Günter Schulz-Ihlefeldt gewidmet. Ausgebildet in Berlin und an der Frankfurter Städelschule erhielt der in Brandenburg/Havel geborene Künstler 1937 in Frankfurt ein Meisteratelier am Städel, bis er 1940 eingezogen wurde. Sein Frühwerk ging fast völlig bei einem Bombenangriff verloren. Nach dem Krieg gehörte Schulz-Ihlefeldt zum Hofheimer Kreis um Hanna Bekker vom Rath, er war ab 1954 Nachbar Karl Schmidt-Rottluffs im Hofheimer Atelierhaus. 1952 entstehen die ersten informellen Arbeiten: spielerisch rhythmisierte Farbräume, die dem klassischen Bildaufbau folgen, jedoch gegenstandslos sind. Erst 54-jährig verstarb der Künstler 1966 in Frankfurt.

Chimaeren im Moor, 1957, Mischtechnik auf Karton, 62 x 98 cm
Das Frankfurter Kunstkabinett zeigt Werke aus den fünfziger Jahren, deren Qualität sich mit den Werken bekannter deutscher Künstler des Informel messen kann. Sein Triptychon "Hoku – Poku – Fidu" befindet sich seit 2006 im Kabinettssaal der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden (als Leihgabe des Hofheimer Stadtmuseums).
"ich will keine nur-eruptionen, keine nur-emotionen, keinen korrigierten zufall. ich will auch keine seelenzustände sichtbar machen. aber ich will auch keine vorausberechnete konstruktion, denn eine sogenannte gute komposition kann ohne ausdrucksintensität sein, und die ausdrucksintensität ist mir das wesentliche kriterium." (Schulz-Ihlefeldt, 1959)
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Werke aus Priatsammlungen
Dauer der Ausstellung:
16. Juni – 27. August 2011
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