FRANKFURTER KUNSTKABINETT HANNA BEKKER VOM RATH
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WANDA PRATSCHKE

Die Liebe zur Form

Ausstellung zum 70. Geburtstag

 

Liegende mit Tuch und Arm

Liegende mit Tuch, 2008, Bronze, H 22 x B 40 x T 18 cm, 12 Ex., Foto: Martin Url

 

Die Liebe zur Form ist der Antrieb des Wirkens der Bildhauerin Wanda Pratschke, deren Werk mit dem Adjektiv „klassisch“ beschrieben wird. Das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath widmet der in Frankfurt lebenden Künstlerin anlässlich ihres 70. Geburtstages eine Einzelausstellung, die sowohl Skulpturen als auch Reliefs und Zeichnungen zeigt. In Berlin geboren und nach einer Tätigkeit als Bühnenbildnerin erhielt sie ihre Ausbildung an der Städelschule bei Willi Schmidt und in Salzburg bei Markus Lüpertz. Zahlreiche Werke stehen im öffentlichen Raum der Rhein-Main-Region, in Frankfurt, am Frankfurter Flughafen und in Hofheim.

 

Erwachende

Erwachende, 2004, Bronze, 6 + 2 Ex., 25 x 56 x 37 cm, Foto: Martin Url

 

Es sind meist ruhende, stehende, sitzende Figuren, denen die Aufmerksamkeit der Künstlerin gilt. Kunstgeschichtliche Reminiszenzen wie Aristide Maillol, Henry Moore bis hin zu dem von Pratschke bevorzugten Hans Josephson, mit dem sie die Faszination an der Eigengesetzlichkeit des Modellierprozesses teilt, sind sichtbar, doch deutlich von einer Unabhängigkeit getragen.

 

Frühling

Frühling, 2007, Bronze, H 36 x B 23 x T 26 cm, 8 Ex., Foto: Martin Url

 

Die weibliche Gestalt ist das bevorzugte Motiv der Künstlerin, denn diese bietet die Möglichkeit, einzelnen Körperteilen eine sinnliche Präsenz zu geben. Form, Volumen, Raumbezüge sind Wanda Pratschkes Leitlinien. Dem lebenden Modell nachgeformt, das sie zuerst malend und zeichnend erspürt, entsteht die dreidimensionale Plastik durch Hinzufügen, Abschlagen und erneutes Hinzufügen der Modelliermasse. Die Prozesshaftigkeit, d.h. das fließende Entstehen der Form, stellt sie als elementar für die Gestaltung heraus. Dieses zeigte die Künstlerin im letzten Jahr vor Publikum in einer Ausstellung in der Frankfurter Ausstellungshalle Schulstraße 1a, wo sie eine Ateliersituation einrichtete und an dem Gipsmodell einer „Großen Liegenden“ mehrere Monate arbeitete.

 

Larissa

Larissa, 2008, Bronze, H 37 x B 26 x T 25 cm, 8 Ex., Foto: Martin Url

 

Die Galerie zeigt neben Bronzegüssen und Bronzereliefs auch Zeichnungen der Künstlerin, die deutlich zeigen, wie sie mit der Ölkreide die Formen umspielt, um sich ihnen anzunähern und sie zu verinnerlichen.

 

WANDA PRATSCHKE

Die Liebe zur Form

Dauer der Ausstellung:
18. Februar bis 10. April 2010

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Öffnungszeiten:
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Samstag 12:00–15:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung
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Gestaltung: Giel Frankfurt GmbH