FRANKFURTER KUNSTKABINETT HANNA BEKKER VOM RATH
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ELVIRA BACH

Laufsteg

 

Elvira Bach, Laufsteg, 2010, Acryl auf Leinwand, 190 x 230 cm

Elvira Bach, Laufsteg, 2010, Acryl auf Leinwand, 190 x 230 cm

Seit nahezu zwanzig Jahren zeigt das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath regelmäßig neue Werke der Künstlerin Elvira Bach. Die in Neuenhain im Taunus geborene Wahlberlinerin kam in den achtziger Jahren als Protagonistin der „Junge Wilde“ genannten neuen Malergeneration zu internationalem Erfolg. Bekannt sind ihre neoexpressiven Figuren, oft als Selbstportraits erkennbare Frauengestalten, die in stilllebenartige Arrangements von Gegenständen eingebunden werden. Bildimmanente Bezüge zwischen Geste und Attribut, augenzwinkernde Verweise auf weibliche Klischees verbunden mit feministischem Selbstbewusstsein werden in energiegeladener Bildrhythmik und stark farbiger Palette auf die Spitze getrieben. Der Schuh als Fetisch, Schmuckstück, Sexualsymbol und Prestigeobjekt dominiert eines der jüngst entstandenen Werke, die in dieser Ausstellung gezeigt werden.

Über ihre Arbeitsweise sagt Elvira Bach: „Wo immer ich bin, was ich auch tue: die Welt um mich herum fordert mich heraus, beeindruckt mich, erschreckt mich, lächelt mir zu oder lässt mich ratlos zurück. Diese Eindrücke wirken in mir solange mit- und gegeneinander, bis die Zeit reif ist. Dann ist es oft nur ein kleiner Anlass, eine Begegnung, ein Gegenstand, der quasi den Schalter umlegt und die Idee für ein neues Kunstwerk steht klar vor mir. Erst dann kann ich davon reden, dass ich an etwas Neuem arbeite, vorher arbeitet es in mir.“

Gleich geht’s los, 2010, Kunstharz auf Leinwand, 165 x 130 cm

Gleich geht's los, 2010, Kunstharz auf Leinwand, 165 x 130 cm

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Und in einem Interview mit Tim Seifert erklärt die Künstlerin: „Manchmal fotografiere ich, aber ich denke dabei nie an meine Bilder. Ich trage immer mein Skizzenbuch bei mir, schreibe und klebe dort viele Sachen ein. Alles, was ich finde. Ich arbeite allerdings ohne Vorlagen und Vorzeichnungen, sondern starte direkt mit dem Bild. Natürlich übermalt man viel, das ist ein Prozess, der spannend ist und sehr viel Spaß macht.“

Nach dem Besuch der Staatlichen Glasfachschule Hadamar studierte Elvira Bach bis 1979 an der Hochschule der Künste Malerei bei Hann Trier. Ein „Artist-in-Residence“-Stipendium führte sie 1982 mehrere Monate nach Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Im gleichen Jahr wurde die erst 29-Jährige Teilnehmerin der documenta VII. Es folgten zahlreiche Ausstellungen in Museen und Kunstvereinen.

 

ELVIRA BACH

Laufsteg

Dauer der Ausstellung:
28. Januar bis 2. April 2011

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Samstag 12:00–15:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung
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